Mein Juli-Newsletter

Liebe Freundinnen und Freunde meiner Arbeit und meines Engagements,

ich freue mich sehr, endlich wieder die Ruhe und Klarheit gefunden zu haben, Euch zu schreiben.

Es gibt viel zu berichten. Die Termine und Tipps sowie Vergangenes findet Ihr am Ende dieses Schreibens. Doch zunächst zu einem Austausch meiner aktuellen Gedanken mit Euch.
 
Die Zukunft beginnt heute:

Immer heute entscheiden wir über die Zukunft – auch wenn wir nichts tun, denn dann entscheiden andere. Die meisten Menschen möchten „einfach nur“ ein gutes Leben führen, friedlich, mit Freunden, Familie, Kollegen und guten Nachbarn. Ab und zu jedoch werden wir gewahr, dass es noch andere Kräfte gibt, die unser Leben von heute auf morgen total verändern können.

Das ist jetzt passiert. Die Erfahrung dazu nennt man „Das Primat der Politik“. Wir erkennen, dass die Politik oder die PolitikerInnen die Macht haben, in unser Leben einschneidend und manchmal entscheidend einzugreifen. Nachdem wir diese Erfahrung über viele Monate machen konnten, ist es Zeit, darüber nachzudenken, was wir künftig erleben wollen – und war eher nicht mehr. Was ist uns wichtig im Leben und was ist wichtig für unsere Zukunft? Darüber möchte ich gerne sprechen.

Wir stehen an einem Scheideweg: wollen wir uns den Anforderungen der Zukunft stellen oder einfach so weiterleben – mal sehen, was kommt? Ich schlage vor, dass wir uns aktiv informieren und miteinander austauschen. Meine Worte sollen dazu beitragen. Eine ganz entscheidende Frage für unsere Zukunft lautet: wie wichtig ist uns die Vielfalt? Sehen wir weiter tatenlos dem Artensterben in Natur und Wirtschaft zu oder tun wir etwas? Kaufen wir weiter billige Nahrungsmittel oder suchen wir Wege, uns gesund zu ernähren? Kaufen wir weiter bequem beim Versandhandel oder raffen wir uns auf und stärken die Geschäfte unserer Region? Suchen wir Rezepte der Naturheilkunde für die Vorbeugung von Krankheiten oder schlucken wir Tabletten, um die Warnsignale unseres Körpers zu unterdrücken? Gehen wir in den Dialog mit der Natur, die uns umgibt oder lassen wir uns von den Medien füttern? Suchen wir zielgerichtet nach Antworten oder stellen wir erst gar keine Fragen?

Gewiss, das Denken will gelernt sein. Ohne zu wissen und zu üben, wie man denkt, kann man nur schwerlich Fragen stellen. Informieren wir uns also und suchen nach Antworten oder bleiben wir stumm und ungeübt? Besuchen wir Kurse und Weiterbildungen oder bleiben wir zu Hause und essen Kartoffelchips? All diese Fragen führen zu dem Scheideweg, an dem jede und jeder von uns steht: bleiben wir passiv oder werden wir aktiv, unsere Zukunft betreffend? Mit dieser Frage beschäftigt sich auch eine Installation, mit der mein Mann Klaus Dieter Böhm mich vor einigen Tagen in unserer Garage überraschte. ­ ­ ­ ­

Es ist eine von vielen Fragen, aber sie ist typisch für unsere jetzige Lage: Machen wir ernst mit dem Abschalten der Atomkraftwerke oder bauen wir sie trotz Tschernobyl und Fukushima weiter wie Bill Gates es vorschlägt – eben kleiner und mehr davon mit etwas weniger giftigem Abfall, von dem wir nicht wissen, wohin? Ganz abgesehen davon, dass ich dagegen bin, dass der Atommüll, welchen der Westen „produziert“ hat, jetzt vielleicht im Osten entsorgt werden soll, bin ich grundsätzlich dagegen, Müll zur produzieren, von dem wir nicht wissen, ob die Menschheit ihn je sicher aufbewahren oder gar verarbeiten oder vernichten kann.

So stehen wir heute an dieser Gabelung: denken wir an unsere Enkel und Urenkel wie es die Urvölker dieser Erde bis heute tun – die nordamerikanischen Ureinwohner denken in sieben Generationen – oder denken wir nur in den 4-6 Jahren einer Wahlperiode oder in unserer eigenen Lebenszeit? Ergreifen wir Verantwortung für unser Land und suchen nach Lösungen vor Ort? Ich schlage vor, meine lieben Freundinnen und Freunde, dass Ihr Euch mit dem „Green New Deal“ beschäftigt. Das Buch zuletzt erschienene Buch von Jeremy Rifkin „ Der globale Green New Deal“  hilft dabei.

Unsere Zukunft liegt in einem Leben im Einklang mit der Natur. Sollten wir weiter den Weg beschreiten, ihr dominanter Meister sein zu wollen, werden wir scheitern. Es gilt, diesen alten Weg von oben und unten, Himmel und Hölle, Freund und Feind zu überwinden – durch Liebe und Mitgefühl. Die Natur hat uns mit den Gaben für Liebe und Mitgefühl ausgestattet und wir können es im Überfluss produzieren. Das eine bedingt das andere – ohne Mitgefühl keine Liebe und ohne Liebe kein Mitgefühl. Ich denke dabei auch an Adam, Eva und die Schlange. Der Weg aus dem Paradies heraus war die Idee, es Gott gleich zu tun. Der Respekt vor der Schöpfung, die Achtung des göttlichen Wunders der Natur und des Universums und die Dankbarkeit für die Schönheit, in der wir leben dürfen sind die Voraussetzung für Glück und Ausgewogenheit – und auch für die Überwindung der Angst vor dem Tod, die uns heute so sehr quält.

Lasst uns über unsere Zukunft nachdenken und unsere Demokratie dazu nutzen, uns einzubringen. Fordern wir mehr Demokratie, Mitbestimmung und Vielfalt bei den politischen Entscheidungen. Lassen wir uns nicht mehr regieren, sondern regieren wir mit. Sorgen wir dafür, dass unsere Zukunft sicherer, gesünder und glücklicher wird. Dazu habe ich einige Vorschläge und Informationen anzubieten.

Der Blick nach vorn:

Wir müssen die traditionelle Schwitzhüttenveranstaltung mit Tom Blue Wolf, die 2019 ihr zehnjährige Jubiläum hatte, auch jetzt wieder absagen. Die derzeit geltenden Abstandsbestimmungen machen sie unmöglich. Doch ich habe einen Vorschlag: wenn wir 20 Personen finden, die bereit sind, 100 Euro zu zahlen – der übliche Preis für die Schwitzhütte – sind Toms Reise- und Unterbringungskosten bezahlt. So kann ich ihn einladen und wir finden einen Ort, wo wir uns mit ihm zu einem Ganztages-Seminar im Oktober treffen können – zum Beispiel in der Ordensburg Liebstedt, wo wir 2019 mit ihm einen wunderbaren Trommel-Workshop mit 50 Teilnehmern durchführten. Solltet Ihr mitmachen wollen, so schreibt mir an info@marionschneider.net eine Rückmeldung.

Dann etwas Persönliches: am Donnerstag, den 1. Juli 2021 bin ich von den Freien Wählern als Bundestagskandidatin für den Wahlkreis 191 Jena – Sömmerda – Weimarer Land I aufgestellt worden. Hierüber freue ich mich sehr. Hier mehr dazu
Meldet Euch, wenn Ihr mir in den nächsten drei Monaten helfen möchtet. Ich freue mich über Eure Unterstützung. Ihr findet mich ja überall: bei Xing, LinkedIn, Facebook und per email sowie auf Handy: 0170 5352124

Diese Woche Donnerstag, 8.7. werden wir dem verstorbenen Freund Wolfgang Knappe gedenken. Mit Kromsdorfs Bürgermeister Gunter Braniek und der Maria Pawlowna Gesellschaft, in deren Vorstand ich bin, werden wir eine Gedenktafel enthüllen. https://maria-pawlowna.de/gedenkveranstaltung-fuer-wolfgang-knappe/.

 
Der kanadische Filmemacher Derek Johnson  hat angekündigt, seinen Film über meine Freundin, die bekannte New Yorker Fotografin Linda Troeller (www.lindatroeller.com) in Kürze fertigzustellen. Derzeit werden die letzten Sequenzen produziert. Der Film soll noch im Herbst 2021 zur Aufführung kommen. Die Finanzierung ist gesichert. Hier ein Link zu der Vorschau

Die Gründertage im Hotel an der Therme Bad Orb finden vom  12. – 14. Juli 2021 im Hotel an der Therme Bad Orb statt.  Als Europäische Botschafterin für weibliches Unternehmertum, Senatorin des Europäischen Wirtschaftssenat, Vorbild-Unternehmerin des Bundesministerium für Wirtschaft & Energie und als BAFA-Zertifizierte Unternehmensberaterin organisiert Ulrike Ditz gemeinsam mit Ihrem Geschäftspartner Patrick Wind, dem Burnout-Netzwerk, der Toskana Therme und dem Hotel an der Therme Bad Orb die Veranstaltung Gründertage. Hier zeigen Start Ups, wie man mit wenig Kapital, doch mit viel Leidenschaft und Kreativität Marketingstrategien entwickelt. Mehr Informationen zu Sprechern und dem Veranstaltungsprogramm findet Ihr auf dieser Webseite

Unter dem Titel „Love… Water… Yoga… Flow – Liebevoll im Fluss des Lebens mit Yoga und Aqua-Wellness“ organisieren und begleiten Sabine Heimrich und Gero Gericke ein Ferienseminar auf Lesbos. Vom 21. – 28. Juli 2021. Hier gibt es die näheren Infos dazu.

 „Carpe diem! Endlich wieder genussvoll eintauchen“ – Ein verlängertes Wochenende vom 19. – 22. August in Auerstedt und Bad Sulza. Das Programm ist: Entspannen, Aqua Wellness genießen, Zeit gemeinsam zum Austausch, im Wasser und in der Natur. Die Plätze sind begrenzt. Hier die Ausschreibung.

Der Mutmachkongress 17.-19. September 2021 – Frauen brauchen Netzwerke und gegenseitige Unterstützung. Genau das ist das Ziel des Mutmachkongresses. In Workshops und auf Dialog orientierten Vorträgen werden Erfahrungen ausgetauscht. Die Referentinnen motivieren mit ihren eigenen Mutmachgeschichten, berufliche und private Träume Wirklichkeit werden zu lassen: www.mutmachkongress.de
 
Und schließlich: die Bundestagswahl nicht verpassen: Sonntag, der 26. September 2021.

Ein Blick zurück:

Wie im letzten Newsletter mitgeteilt, haben wir im April einen offenen Brief an den Bundestagsabgeordneten Johannes Selle am Tag der Verabschiedung der Verschärfung des Infektionsschutzgesetzes übergeben. Alle Antworten der Bundestagsabgeordneten, sind hier zu finden.

In der ZDF-Reportage „Deutschland, das kannst Du besser – Infrastruktur“ , die im Mai ausgestrahlt wurde, ging es um die Region Auerstedt – Bad Sulza und den östlichen Teil der Pfefferminzbahn. „Ende 2017 wurde die Bahnstrecke zwischen Buttstädt und Großheringen geschlossen. Seitdem braucht Elke Jung doppelt solange zur Arbeit… Auch wirtschaftlich haben Gewerbe in der Region durch die Stilllegung der Strecke Nachteile. Marion Schneider von der Therme in Bad Sulza sagt: „Wir haben eine Umfrage gemacht. Seit der Stilllegung haben wir hier im Bad wesentlich weniger Besucher aus Jena. Vielen ist es einfach zu umständlich, hierher zu kommen.“ Hier geht es zum Film.

Im Rahmen meiner Salve TV Sendung “Zum Glück …!” sprach ich mit dem Direktor der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora Prof. Dr. Jens-Christian Wagner. Er erzählt von seiner Motivation, diese verantwortungsvolle Stelle anzunehmen, wieso er Thüringen mag und was ihm bei seiner Arbeit als Stiftungs-Direktor und als Professor der Geschichte in Medien und Öffentlichkeit an der Friedrich-Schiller-Universität Jena wichtig ist. Hier der Link zum Interview.

Und schließlich wurde der Prager Haus Apolda e.V. im Juni 2021 auf dem Heimattag des Weimarer Landes für seine Arbeit zur Aufarbeitung der Regionalgeschichte insbesondere der Zeit von 1933 bis 1945 mit dem Heimatpreis ausgezeichnet. Der Verein hat mit Unterstützung des Landes Thüringen, der Stadt Apolda und vielen, vielen Spenden auch ein Museum mit gleichem Namen vor allem zur Erinnerung an die jüdischen Mitbürger der Region errichtet. www.prager-haus-apolda.de

Ich freue mich über Eure Rückmeldung.

Ganz herzliche Grüße

Marion